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| Syrrako, Ioannina |
Geschichte und geografische LageDie riesigen Weideflächen (ca. 75.000 Dekar) hilft den Bewohnern die Zahl der Ziegen und Schafe auf viele Tausende zu bringen (50.000, anderen Angaben zufolge 75.000) und die großen Mengen an Produkten mit ihrem genialen Handelskonzept in die größten Handelszentren des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres (Italien, Frankreich, Spanien, Odessa, Moskau, Bukarest, Belgrad, Konstantinopel usw.) zu bringen. Der für Sirrako typische Umhang war sehr gefragt und man sagt heute noch, dass das Heer Napoleons sich großer Mengen eindeckte. Die fremden Reisenden Leake und Pouqueville, die 1815 und 1818 von «Handelsverkehr und Wettstreit zu den besten europäischen Städten» in Sirrako sprechen, geben die Existenz wichtiger Bibliotheken und den Umlauf europäischer Zeitungen an, was außer der Handelsentwicklung, auf hohe geistige Entwicklung schließen lässt. Sirrako und Kalarrites sind die einzigen Dörfer von Epirus, die im ersten Jahr der Revolution von 1821 mit 720 Familien und insgesamt 3.500 Einwohnern revoltieren. Die Türken zerstören und verbrennen fast das ganze Dorf, während die Einwohner es verlassen und flüchten, um sich zu retten (10.Juli 1821). Es wird behauptet, dass nur fünf Bauten aufrechterhalten worden sind, unter diesen der Tempel der Jungfrau Maria. Um 1825 kehren die Einwohner in das Dorf zurück (anderen Quellen zufolge um 1827-28), bauen es wieder auf und findet Teil seines alten Glanzes um 1860-70 wieder. 1854 wird eine zweite Revolution verzeichnet, welche jedoch frühzeitig ohne unglückliche Folgen beendet wird. Der Fall des Wollprodukthandels und das Aufkommen synthetischer Materialien (1908-10 ) beendet die Handelsaktionen der Bewohner und führt sie dazu, den Beruf zu wechseln. Damals gab es 530 Häuser und ca. 5.00 Einwohner. Die Befreiung kam am 23. November 1912. In der Volkszählung von 1913 zählen Ioannina 17.000, Konitsa 2.000 und Sirrako 3.500 Einwohner. Sirrako hat Griechenland besondere Männer beschert, die in vielen Bereichen führend waren und ihre Spuren im Laufe der Geschichte unauslöschlich gemacht haben. Einen besonderen Platz hat unter diesen der Prosaschriftsteller und Dichter des "Berges und des Pferches" Kostas Kristallis (1868-1894), der Schöpfer des "Kreuzadlers", des "Schattens von Adou", der "Walachen des Pindosgebirges" und vielen anderen mehr. Ioannis Kolettis (1774-1847). Erster konstitutioneller Ministerpräsident Griechenlands (1844 -1847), Mitglied der "Filiki Eteria", persönlicher Arzt Ali Paschas von Ioannina, Außen-, Marine- und Militärminister, Mitglied des dreiköpfigen Ausschusses nach dem Tod von Kapodistria, und vor seiner Ernennung zum Ministerpräsidenten, Botschafter Griechenlands in Paris. Georgios Salokostas (1805- 1858) war Dichter und 1821 Mitkämpfer. Die Partisanenführer Katsikojiannis, Lepeniotis u.a.,die Wohltäter G. Jianniotis, Sp. Baltatsis, G. Ikkos u.a. und viele andere Männer der Bildung, der Kunst und des Handels.
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